Haus im Moos
Umeweltbildungsstätte - Freilichtmuseum - Tagungsstätte

Geschichte der Imkerei

Im Frühjahr schneidet der Zeidler Honigwaben aus den Bienenstöcken.

In der freien Natur leben die Honigbienen in hohlen Bäumen und Felsspalten. Um Honig und Wachs besser ernten zu können, boten ihnen die Menschen schon früh künstliche Wohnungen an: Die „Zeidler“ höhlten Bäume aus und verschlossen sie mit herausnehmbaren Brettern. Die Bauern stellten an ihren Höfen strohgeflochtene Bienenkörbe auf. In beiden Fällen wurde einmal im Jahr ein Teil der Honigwaben aus dem Stock herausgeschnitten.

Schon im Mittelalter hatte Westeuropa einen hohen Bedarf an Honig und Wachs. Beide Produkte wurden in großen Mengen aus dem Osten eingeführt. Der Honig diente zum Süßen von Speisen, weil Zucker aus Zuckerrohr oder aus Rüben noch unbekannt war; das Wachs wurde hauptsächlich zu Kerzen verarbeitet.

Die wissenschaftliche Erforschung des Bienenstockes begann um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Erst mit der Erfindung freihängender Holzrähmchen durch Johann Dzierzon und Freiherr von Berlepsch um 1853 wurden die Vorgänge im Bienenstock transparent. Die Rähmchen mit den einzelnen Waben darin können regelmäßig herausgenommen und das Bienenvolk kontrolliert werden.

In seiner Landesbeschreibung Nordeuropas schildert Olaus Magnus die Imkerei als landwirtschaftlichen Betriebszweig. Die vermummte Figur fängt einen Bienenschwarm mit Besen und Schelle. Man glaubte, dass die Bienen „musikalisch“ seien.

Der schlesische Pfarrer Johann Dzierzon (1811-1906) gilt als Begründer der modernen Bienenzucht. Er fügte Rundstäbe in die Bienenstöcke, an denen er die Waben herausnehmen und beobachten konnte.

August von Berlepsch (1792-1841) baute Versuchs-Ständerbeuten mit drei Magazinen und arbeitete als Erster mit vierseitigen Rähmchen.

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